Kommit
Kommit
0% Wiederholer!
0% Wiederholer – Janusz Korczak-Gesamtschule mit Bestquote
beim Landesprojekt „Komm Mit – Fördern statt Sitzen Bleiben“
Bericht anlässlich der Tagung der Komm Mit Schulen am 28.2.2012
in der Janusz Korczak-Gesamtschule
Seit August 2008 nimmt unsere Schule an dem landesweiten Projekt „Fördern statt Sitzen Bleiben – Komm Mit“ teil. Unser Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern so zu fördern, dass sie den Anschluss an ihre Klasse behalten oder wieder erreichen können und in ihrer Klassengemeinschaft bleiben.
Bis August 2013 wurde die Landesinitiative zunächst verlängert. Teilnehmende Schulen (2009, 426 weiterführende Haupt-, Real-, und Gesamtschulen sowie Gymnasien) erhalten jeweils 0,3 Stellenanteile, um ein schuleigenes Förderprogramm aufzubauen, mit dem die Quote an Nichtversetzungen gesenkt werden soll.
Das Projekt "Komm mit! Fördern statt Sitzen Bleiben" wird wissenschaftlich begleitet von einer Forschergruppe an der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, Fachbereich Psychologie. Dazu müssen die teilnehmenden Schulen einmal pro Jahr ihre Fördermaßnahmen evaluieren und eine entsprechende Datenpflege betreiben.
Nachdem die Janusz Korczak-Gesamtschule 2008 den Zuschlag für die Teilnahme erhielt, stockten wir die 0,3 Stelle auf eine 0,5 Stelle auf und siedelten sie im Bereich der Schulsozialpädagogik an. Der „Rote Faden“ zu der Praxis und den Inhalten unserer Berufs- und Lebensplanungskurse (Jahrgänge 9 und 10) war klar erkennbar und eine Verzahnung lag nahe.

Heute werden Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 7 bis 10 durch Indra Kloeter (Sozialpädagogin) gefördert. Sie erhalten in Kleingruppen (max. 8 Personen) individuelle Unterstützungsangebote zu Fach übergreifenden Schlüsselkompetenzen wie Selbstmanagement, Organisation und Lernmethoden oder auch zu konkreten Unterrichtsinhalten - parallel zum Unterricht, ohne Leistungsbewertung und freiwillig. Die Maßnahmen werden durch Förderpläne flankiert und in Portfolios dokumentiert.
Die jeweiligen Jahrgangsteams wählen auf den Leistungsbewertungskonferenzen in Frage kommende Schülerinnen und Schüler aus und motivieren sie in Einzelgesprächen und nach Rücksprache mit den Eltern das „Komm mit“ –Angebot zu nutzen. Auf einer weiteren Teamsitzung werden die Schülerinnen und Schüler für mögliche Stunden eingeteilt und kommen dann in den Fördergenuss.
Ein weiterer Weg, um in das Programm aufgenommen zu werden, kann die Empfehlung durch schulinterne Beratungsinstanzen sein, der in der Regel eine Diagnostik vorausging. Schulsozialpädagogen, Schulpsychologen, Beratungslehrer/innen und Abteilungsleitungen planen gemeinsam mit betroffenen Schülerinnen und Schülern und Eltern, gegebenenfalls unter Einbezug von Fachkollegen aus Beratungsstellen und Jugendämtern, eine differenzierte Förderung.
Ihre Entwicklungsschritte werden in Portfolios festgehalten und den Teams entsprechend zurück gemeldet. Jede Schülerin, jeder Schüler erhält ein „Komm Mit“-Logbuch, mit dem ein Austausch zwischen Lehrer/in und Sozialpädagogin erfolgen kann und Erfolge, mögliche Förderschwerpunkte, mögliche Fehlzeiten etc. festgehalten werden. Die Schülerinnen und Schüler haben selbstverständlich Einblick und können auch am Beratungstag eine Rückmeldung erhalten.
Zu Beginn der Förderung wird zwischen Sozialpädagogin und betreffendem/r Schüler/in eine individuelle Zielvereinbarung getroffen. Zu jeder Stunde halten die Schülerinnen und Schüler ein Stundenziel fest und überprüfen, ob es erreicht wurde.
Um Konzentrationsschwierigkeiten entgegenzuwirken werden Materialien zur Entspannung vorgehalten.
Das „Komm mit“ Programm an der JKG ist fest in einem Raum verortet, damit die Schülerinnen und Schüler sicher und verlässlich einen klar definierten Förderort erfahren. Um eine Kontinuität zu garantieren, wird versucht, das Förderprogramm im Falle eines Ausfalls von Frau Kloeter zu vertreten. Diese Vertretung wir durch den Schulsozialpädagogischen Bereich organisiert und durchgeführt. Das Team ist den Schülerinnen und Schülern bekannt und vertraut.
Für die Janusz Korczak-Gesamtschule ist das Programm ein voller Erfolg. Zurzeit liegt die Quote der Wiederholer bei 0%. Durch die wissenschaftliche Begleitung und ständige Evaluation erfahren wir wichtige Handlungsfelder und können das Programm optimieren. Durch die Austauschforen und Fortbildungsangebote seitens des Landes bauen wir die Netzwerkarbeit aus und erhöhen unsere Methodenvielfalt im Sinne der Schülerinnen und Schüler.

| < Zurück | Weiter > |
|---|
Statistiken
Wir haben 12 Gäste online
|
Aktuelle Termine
|



