Ein Erasmus+-Projekt
Vom 30. August bis zum 5. September wehte wieder ein spürbar internationaler Wind durch die JKG: Eine Gruppe von 15 Schüler:innen und zwei Lehrkräften unserer rumänischen Partnerschule Colegiul National „Elena Cuza“ aus Craiova war im Rahmen des Gegenbesuchs bei uns zu Gast! Gemeinsam mit 14 Schülerinnen und Schülern aus Jahrgang 10 sowie Frau Künne und Herrn Böttcher erlebten wir eine intensive, abwechslungsreiche und rundum gelungene Projektwoche. Dabei standen keineswegs nur theoretische Fragen auf dem Programm, sondern vor allem praktisches Anpacken, gemeinsame Ausflüge und viel persönliche Begegnung. Da sich die Jugendlichen bereits aus dem ersten Teil des Austauschs in Rumänien kannten, war die Wiedersehensfreude riesig und die Chemie stimmte ab der ersten Minute.
Der Auftakt am Sonntag hätte kaum schöner sein können: Zum Empfang trafen sich die rumänischen Gäste, die deutschen Jugendlichen, ihre Eltern und die Lehrkräfte zum gemeinsamen Grillen im Schulgarten. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Eltern, die mit leckeren Salaten, Würstchen und Getränken für ein abwechslungsreiches Buffet sorgten, herrschte direkt von Beginn an eine tolle und vertraute Stimmung.
Die Woche hatte sicher viele Höhepunkte. Den Montag ließen wir noch langsam angehen mit einer Rallye durch die Gütersloher Innenstadt, bei der die Gäste nicht nur einen ersten Eindruck der Stadt bekommen sollten, sondern sich die Jugendlichen auch mit Fragen von Nachhaltigkeit und Umweltschutz beschäftigten.
Dienstag ging es mit dem Fahrrad zum Gelände des Landesgartenschauparks nach Rietberg inklusive Besuch im Kletterpark – da störte auch der zwischenzeitliche Regen die gute Laune nicht. Für viele der Gäste war die Radtour eine große Herausforderung, da sie seit Kindertagen nicht mehr auf dem Sattel saßen. Für andere war das Klettern in luftigen Höhen und ihre Höhenangst der Gegner, den sie mit großem Erfolg besiegten.
Am Mittwoch folgte das nächste Highlight: eine Tagesfahrt nach Köln mit Dom-Besichtigung und einer Führung im Schokoladenmuseum zu fair gehandelten Lieferketten.
Ein besonderer Schwerpunkt der Woche war zudem die Arbeit im Schulgarten unter fachkundiger Unterstützung von Herrn Weber: Die Jugendlichen schliffen die Holzwand des Taubenschlags ab, trugen eine schützende Holzschutzlasur auf und bauten Rankgitter für den Schuppen. Zudem zimmerten sie Dächer als Wetterschutz für Meisenringe und gestalteten eine vormals völlig morsche Gartenbank neu: Mit neuen Beinen und bunten Farben wurde sie zu einem farbenfrohen Ausstellungsstück, auf dem die Namen beider Partnerschulen verewigt sind. Die neu entstandene Erasmus-Sitzecke wird uns im Schulgarten noch lange an diese besondere Woche erinnern.
Am letzten Tag konnten die Teilnehmenden noch einmal Schulluft schnuppern. In gemischten Gruppen arbeiteten sie an Abschlussprojekten zum Thema Nachhaltigkeit, Schule und Berufe der Zukunft sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede unserer Partnerländer und bereiteten einen bunten Kulturabend vor, der den feierlichen Abschluss der Woche bildete.
Martina Künne
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