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SAM OWL 2026

20 Jahre Schülerakademie OWL

Vom 1. bis 3. Juni 2026 fand auf dem Kirchberghof in Warburg die 20. Schülerakademie für 50 mathematisch begabte Sechstklässler statt. Unsere JKG war passend zum Jubiläum mit fünf Lehrerinnen und Lehrern und vier Schülerinnen und Schülern sehr gut vertreten. Unser Dank gilt vor allem unserer Schulleitung und unserem Kollegium, die es möglich gemacht haben, dass die Jubiläums-SAM für Ostwestfalen-Lippe überhaupt stattfinden konnte.

Geheimschriften, Körper, Drohnen und Excel

So unterschiedlich die vier Projektgruppen thematisch auch waren – die Grundidee hinter allen war dieselbe: Wir Lehrerinnen und Lehrer geben das Thema vor, stellen das Material bereit und bringen die Gruppe auf den Weg. Wohin dieser Weg führt und was am Ende entsteht, liegt in den Händen der Schülerinnen und Schüler. Wir begleiten, unterstützen und helfen manchmal mit dem notwendigen mathematischen Fachwissen aus, mehr ist nicht nötig für eine erfolgreiche Projektarbeit.

Alexis Gerisch arbeitete in der Gruppe Platonische und Archimedische Körper, geleitet von Katharina Bracke, Claudia Schäfer und Claudia Heckemeier. In der Holzwerkstatt des Kirchberghofs entstanden sorgfältig angefertigte Holzkörper, bei denen sowohl der mathematische Verstand als auch das handwerkliche Geschick und ein bisschen Mut im Umgang mit den Maschinen gefragt waren. Neben der Theorie über Polyeder, Winkelsummen und Dualkörper entstanden aus unseren Steckbausystemen nicht nur die mathematisch schönsten Körper, sondern auch echte Kunstwerke.

Hannah Becker und Luca Strothenke tauchten ein in die Welt der Geheimschriften: Von der antiken Skytale bis zur Vigenère-Verschlüsselung arbeiteten sie sich in der Gruppe Kryptologie durch Jahrtausende cleverer Chiffren; begleitet und unterstützt von Mark Koschmieder und Jens Robaczewski. Neben der handwerklichen Arbeit beim Basteln der Skytale, spielte auch der Laptop bei der Häufigkeitsanalyse zur Entschlüsselung von Texten und die Kreativität bei der Entwicklung eigener Verschlüsselungen eine große Rolle.

Johanna Essers programmierte in der Gruppe Spielsimulation mit Excel zunächst ein Autorennen und landete am Ende bei einer Game-of-Life-Simulation von Populationsentwicklungen. Bei dieser Projektgruppe zeigte sich besonders, dass man mit mathematischer Begabung aus einem Programm wie Excel auch ohne Vorwissen oder Computervorlieben sehr viel herausholen kann.

Die vierte Gruppe vermass derweil die Diemel;  mit selbstgebauten Winkelmessern, Maßbändern und am Ende sogar mit professionellem Equipment und einer Drohne des Vermessungsbüros Brun-Kroos, das die Ergebnisse der Sechstklässler überprüfte. Und die Berechnungen lagen bemerkenswert nah dran.

Ein persönlicher Rückblick nach 20 Jahren

Ich begleite die SAM OWL JG 6 tatsächlich seit 20 Jahren und trotzdem ist jedes Jahr anders und auf seine Art und Weise besonders. Nicht wegen der Mathematik allein, obwohl ich es schon sehr, sehr wichtig finde Kinder außerhalb der Schulmathematik zu fördern und zu fordern, sondern wegen dem ganzen Konzept der Schülerakademie.

Für die Kinder ist es eine großartige Gelegenheit neue Dinge auszuprobieren, sich weiter zu entwickeln und neue Freundschaften zu schließen. Tatsächlich gehört ja auch Mut dazu drei Tage und zwei Nächte mit vielen, meistens fremden Menschen zu verbringen. Ich kenne tatsächlich Freundschaften, die sich dort gefunden haben und seit 15 Jahren halten. Daher hoffe ich sehr, dass die SAM OWL JG 6 auch noch in 20 Jahren stattfindet, dann zwar nicht mehr mit mir, aber ich kenne viele sehr engagierte Kollegen der JKG, die das noch gerne weiter mitgestalten würden.

Katharina Bracke



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    © Janusz Korczak - Gesamtschule Gütersloh